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Die Geschichte des Prinzen

Friedrich Josias war der vierte Sohn und das jüngste Kind des Herzogs Franz Josias von Sachsen-Coburg-Saalfeld (1697–1764) aus dessen Ehe mit Anna Sophia (1700–1780), Tochter des Fürsten Ludwig Friedrich I. von Schwarzburg-Rudolstadt. Als jüngster Sohn war er, wie seine Brüder Christian Franz und Johann Wilhelm, für die Militärlaufbahn bestimmt worden, während der älteste Bruder Ernst Friedrich 1764 dem Vater in der Regierung folgte.

Der Prinz wurde in Sprachen, Religion und Wissenschaften ausgebildet. Aus Geldmangel fand keine Kavalierstour statt. Der Prinz verließ das Land erstmals als 18-jähriger, als er seine Schwester Charlotte Sophie zu ihrer Vermählung mit dem Erbprinzen Ludwig zu Mecklenburg nach Schwerin begleitete. Hier besuchte er Rostock und Magdeburg und auf der Rückreise die Höfe in Hannover und Dresden.
Er nahm umgehend am Siebenjährigen Krieg teil und kämpfte in der Schlacht bei Lobositz. Im Jahr 1757 erhielt er ein selbstständiges Kommando und wurde nach der Schlacht von Prag in dieser Stadt eingeschlossen und erst nach der Schlacht bei Kolin wieder entsetzt. 1757 nahm er am Bombardement auf Zittau und der Schlacht von Breslau teil. Im Feldzug von 1758 erlitt er einen Schuss in seine Hand und wurde 1759 von der Kaiserin zum Oberst des Ansbachischen Kürassierregiments ernannt. Unter Feldmarschall Laudon war er an der Schlacht bei Liegnitz und der der Eroberung von Schweidnitz beteiligt. 1766 wurde Friedrich Josias zum Generalmajor und Brigadekommandant, 1773 zum Feldmarschalleutnant befördert. Von 1778 bis 1788 war er Generalkommandant von Preßburg und erhielt 1785 das Generalkommando in Galizien und der Bukowina. Bei dieser Gelegenheit wurde er von Kaiser Joseph II. zum General der Kavallerie befördert.  Nach einer langen militärischen Laufbahn setzte er sichin Coburg zur Ruhe.

In Coburg erwarb Friedrich Josias mehrere Grundstücke und ließ sich das so genannte Bürglaß-Schlösschen errichten. Er lebte dort zurückgezogen und verfasste seine Lebensgeschichte. Nach dem Tod des Prinzen Johann Adolf von Sachsen-Gotha-Altenburg wurde er Senior des ernestinischen Hauses und erhielt das Senioratsamt Oldisleben mit seinen Einkünften. Die Coburger verehrten ihn, zumal er 1806 ihre Stadt unter Hinweis darauf, dass er selbst mit einer Armee zwei Jahre auf französischem Gebiet gestanden habe, wobei nicht geplündert wurde, vor Plünderungen und Brandschatzung durch die Französische Armee im Krieg gegen Preußen bewahren konnte. Er starb am 26. Februar 1815 und wurde in der Morizkirche von Coburg beigesetzt.